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Geographische Lage und Strukturdaten
Die Region Hohenlohe liegt im Nordosten Baden-Württembergs. Das
Kerngebiet erstreckt sich über die Landkreise Schwäbisch Hall
und den Hohenlohekreis. Aber auch Teile der Bewohner angrenzender Landkreise
fühlen sich dem Kulturraum Hohenlohe verbunden. Die historisch gewachsene
kulturelle Einheit des Hohenloher Landes ist die Grundlage für die
Abgrenzung der Region „Hohenlohe aktiv“. Die beiden Landkreise
Hohenlohekreis und In den folgenden Abschnitten wird auf die Analyse der Handlungsfelder eingegangen, die von besonderer Bedeutung für die Ausschreibungsziele im Sinne des BMVEL sind. Eine umfassende Regionalanalyse würde den Rahmen dieses Antrags übersteigen. Die Akteure der Region „Hohenlohe aktiv“ können auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in den verschiedensten Handlungsfeldern ländlicher Entwicklung zurückblicken. Die Ideen und Visionen für eine nachhaltige Landnutzung und integrierte ländliche Entwicklung wurden auf der Grundlage langjähriger Erfahrungen im Rahmen der Ziel 5b-Förderung der EU, der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER II und anderer Maßnahmen entwickelt. Sowohl auf den regionalen Märkten als auch bei der Förderung einer umweltgerechten und ökologischen Landwirtschaft sind in den letzten Jahren zahlreiche Initiativen entstanden. In der Kernregion Hohenlohe und der Partnerregion Heilbronn finden sich
viele PionierInnen und Pioniere des ökologischen Landbaus. Zahlreiche
Verarbeitungsunternehmen widmen sich der Erschließung des Öko-Marktes.
Im Besonderen sind hier die Molkerei Schrozberg, der Erzeugerschlachthof
Schwäbisch Hall, die Weingärtnergenossenschaften, die Bezugs-
und Absatzgenossenschaften, die Gemüsesaft GmbH (Biotta) Neuenstadt
und verschiedene Erzeugerorganisationen des ökologischen Landbaus
zu nennen. Die Bauernschule Weckelweiler und das evangelische Bauernwerk
Hohebuch unterstützen seit Jahrzehnten die Aus- und Weiterbildung
von Öko-Landwirten. Die „Erzeugergemeinschaft ökologischer
Streuobstanbau Hohenlohe-Franken“ mit 300 Mitgliedern bemüht
sich zusammen mit der Firma Kumpf Fruchtsäfte um die Erhaltung der
ökologisch wertvollen Streuobstwiesen. In ähnlicher Weise geschieht
dies im Landkreis Schwäbisch Hall mit dem Apfelsaftprojekt „Grünspecht“
sowie in der Partnerregion Heilbronn durch die Fördergemeinschaft
der Unterländer Streuobstinitiativen. 40 Mitglieder der Erzeugergemeinschaft
"Boeuf de Hohenlohe “produzieren für EDEKA- In Hohenlohe hat sich ein ausgeprägtes Regionalbewusstsein entwickelt, welches zu vielseitigen regionalen Marktinitiativen geführt hat. Als eine der Bedeutendsten ist die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall zu nennen, die mit der Züchtung des Schwäbisch-Hällischen Landschweines zum Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Landrasse beigetragen hat. Mit der Vermarktung hochwertiger regionaler Produkte von Rind (Boeuf de Hohenlohe) und Schwein hat sie umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Andere regionale Erzeugergemeinschaften, wie die Organisch-Biologische Erzeugergemeinschaft (OBEG), die Erzeugergemeinschaft Hohenloher Höfe, die Naturland-Marktgemeinschaft, die Weingärtnergenossenschaften, die örtlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaften sowie eine große Anzahl von Direktvermarktern bemühen sich um den Ausbau regionaler Vermarktungswege. Die regionale Partnerschaft „Hohenlohe aktiv“ sieht im Ausbau der regionalen Fleischvermarktung ein zentrales Handlungsfeld, um langfristig die Offenhaltung marginaler Grünlandstandorte zu sichern. Derzeitige Schwächen im Bereich der Regionalvermarktung sind die beschränkte Marktdurchdringung. Bündelung ist angesagt, um die Ansprüche des Marktes bzw. die Nachfrage kompetent, wertschöpfend und nachhaltig bedienen zu können. Es gilt, neue Absatzwege in die angrenzenden Verdichtungsgebiete zu erschließen. Ländliche Freizeit- und Erholungsregion Hohenlohe ist ein attraktives Erholungsgebiet für die umliegenden Verdichtungsräume Stuttgart, Heilbronn, Mannheim, Heidelberg, Würzburg, Nürnberg und Ulm. Besonders der Radtourismus erfreut sich steigender Beliebtheit. Mit dem 330 Kilometer langen Rundkurs des Kocher-Jagst-Radweges, der auch durch die Partnerregion Heilbronn führt, wurde ein attraktives Angebot für dieses Urlauberklientel geschaffen. Ergänzt wird dieses Angebot durch die „ÖkoRegio Tour Unteres Kochertal“. Besonders in den dünnbesiedelten Tälern ist jedoch die Versorgung der Touristen mit attraktiven Übernachtungs- und Gastronomieangeboten nicht flächendeckend gesichert. Ein ländliches, naturverträgliches Aktivurlaubs-Angebot steckt noch in den Anfängen. Abgesehen von Radwegenetzen fehlt es an Erlebnisangeboten, die sich als Abwechslung zum Radfahren anbieten. Einige Ansätze wie Heuhotels oder Kanufahren auf Jagst und Kocher sind zwar geschaffen, doch die Entwicklung umfassender Dienstleistungsangebote und ein auf einen sanften Tourismus ausgerichtetes Qualitätsmanagement kommen nur langsam voran. Biogas, Biodiesel und nachwachsende Rohstoffe sind
in Hohenlohe Themen, denen sich verschiedene Akteure widmen und die von
diesen weiterentwickelt werden. Das Internationale Biogas & Bioenergie
Kompetenzzentrum in Weckelweiler arbeitet seit über 10 Jahren an
der technischen Planung und dem Bau von Biogasanlagen. Umweltgerechte Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung Die Hohenloher Bauern sind für die Anforderungen einer modernen Gesellschaft an die Landwirtschaft sensibilisiert. Verschiedene Initiativen und Projekte haben sich in der Vergangenheit für eine umweltverträgliche Landwirtschaft engagiert. Erosionsschutz, Nitratreduzierung im Grundwasser oder Aufbereitung und Nutzung des organischen Düngers aus der Veredelungswirtschaft sind Themen, für welche die Landwirte sensibilisiert sind. Dabei können die Akteure der Region auf die Ergebnisse von Vorarbeiten zurückgreifen (z.B. Projektgruppe Kulturlandschaft Hohenlohe und Innovationsforum „Veredelung und Umwelt“). Teilweise sind die Ansätze zur Entwicklung einer umweltverträglichen Landwirtschaft nur fragmentarisch vorhanden. Beispielsweise die Entwicklung eines Öko-Audits für landwirtschaftliche Betriebe könnte hier einige Defizite beheben und gleichzeitig als Qualitätskriterium für regional vermarktete Produkte herangezogen werden. |
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