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2002/2005 Regionales Leitbild – Unsere Ziele Die Akteure in Hohenlohe werden mit dem Projekt „Hohenlohe aktiv“ die regionale Landwirtschaft qualitäts- und marktorientiert ausrichten und damit die Ziele der Ausschreibung verfolgen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbraucherorientierung. Über den regionalen Produkt-, Energie- und Freizeitmarkt soll ein intensiver Dialog zwischen Erzeugern und Verbrauchern und auch zwischen den Menschen in den Verdichtungsräumen und dem ländlichen Raum entstehen. Die Förderung der Marktbeziehungen stärkt die Rolle der landwirtschaftlichen Erzeuger. Die Wertschöpfung im ländlichen Raum wird auf Dauer erhöht und gesichert. Arbeitsplätze bleiben in der Region erhalten bzw. entstehen neu. Insgesamt erfolgt die Förderung von Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung mit einem integrierten Gesamtkonzept. Dies garantiert die Kooperation aller Akteure, schafft positive Synergien und verhindert Missverständnisse. Ein Regionalmanagement sorgt für die Vernetzung der einzelnen Handlungsfelder und kontrolliert die Zielerfüllung der Teilprojekte und Maßnahmen. Die Bindung der Verbraucher an Produkte und Dienstleistungen aus der Region wird den ländlichen Raum in der Region Hohenlohe und in der Partnerregion Heilbronn insgesamt stärken – auch über den landwirtschaftlichen Sektor hinaus. Auch die Zielsetzung einer natur- und umweltgerechten Landwirtschaft geht Hand in Hand mit der Vermarktungsförderung: Vertrauen und eine Bindung an Produkte und Erzeuger sind heute maßgeblich von einer umweltgerechten landwirtschaftlichen Erzeugung abhängig. Ein wesentliches Element für eine verbraucherorientierte Ausrichtung der Landwirtschaft in der Region Hohenlohe ist die Förderung der Stadt-Land-Beziehung, indem die Kernregion im ländlichen Raum durch die Partnerregion Heilbronn und die umliegenden Verdichtungsräume erweitert wird. Die Stadt-Land-Beziehung wird als ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Regionalentwicklung in ländlichen Gebieten betrachtet. Während Produkte aus der ländlichen Region in die Verdichtungsgebiete Heilbronn und Stuttgart bzw. Würzburg, Nürnberg und Ulm abgesetzt werden, nutzen die Bewohner der Verdichtungsräume die Region Hohenlohe als Urlaubs- bzw. Freizeitregion. Die Partnerregion schließt Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit für die städtische Bevölkerung und den Erzeuger-Verbraucher-Dialog ein. Diese Angebote sollen im Sinne einer langfristigen Tragfähigkeit als Produkte für den Freizeit- und Tourismusmarkt entwickelt werden. Projekte in diesem Rahmen können z.B. Erlebnisbauernhöfe oder landwirtschaftliche Radthemenwege sein. Die Kernrregion Hohenlohe mit der Partnerregion Heilbronn wird durch den gemeinsamen strategischen Ansatz die Herausforderung der künftigen verbraucherorientierten Landnutzung gestalten und zur Promotorenregion einer integrierten ländlichen Entwicklung mit der Ausrichtung auf eine umwelt- und verbraucherorientierte Landwirtschaft werden. Regionale Entwicklungsstrategie – So erreichen wir unsere Ziele: Das Ziel, die landwirtschaftlichen Erzeuger und den
ländlichen Raum dauerhaft zu stärken, erreicht „Hohenlohe
aktiv“ durch die Umsetzung von Teilprojekten in den verschiedenen
Marktbereichen: dem Produkt-, Energie- und Freizeitmarkt. Die marktorientierten
Maßnahmen werden ergänzt durch Beratung und Qualifizierung
auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette.Die Zielerreichung wird
durch ein Regionalmanagement koordiniert und evaluiert.
Handlungsfelder –
Das soll gefördert werden Hohenlohe aktiv“ unterstützt bestehende
Initiativen und fördert den weiteren Ausbau der Regionalvermarktung.
Zentrale Ziele von „Hohenlohe aktiv“ im Bereich Regionalvermarktung sind:
Die regionale Fleischverarbeitung und -vermarktung ist in der Region ein zentrales Handlungsfeld, weil sowohl die Veredelungswirtschaft auf der Hohenloher Ebene als auch die Bewirtschaftung der marginalen Grünlandstandorte in den Flusstälern maßgeblich vom regionalen Fleischmarkt abhängen. Die Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen trägt zur Offenhaltung der Landschaft und zu einem attraktiven Landschaftsbild bei und bildet damit die Grundlage des Landschaftstourismus. Von der nachvollziehbaren Herkunft und artgerechten Haltung der Tiere, über schonende und kurze Tiertransporte bis hin zu einer werterhaltenden Verarbeitung gibt es verschiedenste Aspekte, die „Hohenlohe aktiv“ unterstützt und den Verbrauchern vermitteln will. Das Angebot von touristischen Dienstleistungen ist neben der Vermarktung regionaler Erzeugnisse eine wichtige Einkommensquelle für die Landwirtschaftsbetriebe in der Region. „Hohenlohe aktiv“ unterstützt bestehende Projekte, die ländliche, naturverträgliche Aktivurlaubs-Angebote anbieten und will innerhalb der Projektlaufzeit ein umfassendes Dienstleistungsangebot für den Landschaftstourismus entwickeln. Eine integrierte Entwicklungsstrategie führt bisher unabhängige Angebote zusammen und schafft Synergien durch ein gemeinsames Marketing von regionalen Erzeugnissen, Landschafts-tourismus und regionalem Freizeitangebot. Die Leistungen der Landnutzer für die Offenhaltung der Landschaft und den Naturschutz sollen erlebnisorientiert vermittelt werden. Die Bevölkerung, insbesondere in den Verdichtungsgebieten, wird für die Wechselwirkung zwischen Landwirtschaft, Natur und Erholung sensibilisiert – positive Rückkoppelungen für die Vermarktung regionaler Erzeugnisse entstehen. Bestehende Tourismusangebote im ländlichen Raum, wie Heuhotels oder das Kanufahren auf Kocher und Jagst, sollen ausgebaut bzw. in ein Gesamtkonzept eingebunden werden. Neue landschaftsbezogene Freizeitmöglichkeiten wie z.B. ein „Themenradweg Landwirtschaft“ im Kontext der Öko-Regio-Tour sollen entstehen. Ein Schwerpunkt der erlebnisorientierten Informations- und Beratungsangebote liegt auf der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie für regionale Wirtschaftskreisläufe zu sensibilisieren, bedeutet, mündige Verbraucher für die Zukunft zu gewinnen. Mit einem Projekt „Lernort Bauernhof“ sollen Kinder und Jugendliche die moderne Landwirtschaft „hautnah“ erleben. Der erlebnisorientierte Bauernhof wird so zum informativen Lernort für alle Gesellschaftsgruppen. Für eine nachhaltige ländliche Entwicklung sind alle Märkte
wichtig, die in direktem Zusammenhang mit einer umweltverträglichen
bzw. nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen stehen. In der Region
Hohenlohe widmen sich bereits verschiedene Akteure der Nutzung von regenerativen
Energien. „Hohenlohe aktiv“ wird die bestehenden Ansätze
weiterentwickeln und in die Praxis umsetzen. Eines der Teilprojekte wird
die energetische Verwertung von organischem Dünger aus der Veredelungswirtschaft
sein. Zudem sollen die ökologischen Leistungen der Landwirte als
Produzenten von regenerativen Energien Bestandteil eines integrierten
Vermarktungskonzeptes für die Region werden. Umweltgerechte Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung
sind die Grundlage für eine erfolgreiche regionale Vermarktung. Verschiedene
Initiativen und Projekte haben sich in der Vergangenheit für eine
umweltgerechte Landwirtschaft engagiert. „Hohenlohe aktiv“
unterstützt die Weiterentwicklung dieser positiven Erfahrungen.
Die Unterstützung des ökologischen Landbaus ist im Zusammenhang mit der regionalen Erzeugung von großer Bedeutung. „Hohenlohe aktiv“ wird die Aktivitäten der verschiedenen Akteure in diesem Bereich zusammenführen und den Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe und Flächen ausweiten. Anstrengungen zur Ausdehnung des ökologischen Landbaus sind nur dann erfolgversprechend, wenn es gelingt, einen ausreichend großen Markt für Waren aus kontrolliert ökologischer Erzeugung zu entwickeln. Hierzu ist es notwendig, die bestehenden Marktbeziehungen zu nutzen und konsequent auszubauen. Dabei soll auf eine enge Verzahnung zwischen Markt und Erzeugung hingearbeitet werden. Nicht Erzeugungsberatung einerseits und Vermarktung auf der anderen Seite, sondern ein integriertes Konzept der Entwicklung des ökologischen Landbaus soll zukunftsweisend und modellhaft umgesetzt werden. Ein „Netzwerk Ökologischer Landbau“ soll entstehen, welchesvdie Aktivitäten der verschiedenen Akteure zusammenführt.Ein Schwerpunkt wird die Vermarktung ökologischer Erzeugnisse im Ernährungshandwerk und dem Lebensmittel-Einzelhandel sein. Diese wird als entscheidender Faktor für die Ausdehnung des Öko-Landbaus gesehen. Die Zusammenarbeit zwischen der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und EDEKA-Süd hat bereits erste Zeichen für die Entwicklung des Öko-Marktes gesetzt. Allerdings bedarf es einer intensiven Aufklärungs- und Schulungsarbeit in den regionalen Verkaufsstellen des Lebensmittel-Einzelhandels. Der direkte Kontakt zwischen Erzeuger und Verbraucher unterstützt den Konsum von Öko-Produkten. Die Umstellungsberatung soll intensiviert werden und marktorientiert erfolgen. Pilotprojekte – So fangen wir an Die Pilotprojekte lassen sich den fünf Handlungsfeldern zuordnen. Die Beschreibungen sollen die praktische Umsetzung des Leitbilds einer neuen Agrarpolitik und der regionalen Entwicklungsstrategie widerspiegeln. Die Kriterien der Projektauswahl werden wie folgt gegliedert:
Im Besonderen die Prüfung des Fördertatbestandes soll sicherstellen, dass die finanziellen Mittel effektiv und effizient verwendet werden. Dabei gelten die folgenden Auswahlkriterien:
Unsere Pilotprojekte:
Die Auswahl, Steuerung und Evaluierung sowohl des Gesamtprojekts
als auch der Teilprojekte erfolgt im Rahmen des dargestellten Konzepts
zur Zielstruktur und Zur Umsetzung der Entwicklungsziele kommen die Entwicklungsstrategien, die gleichzeitig die Handlungsziele darstellen, in den aufgeführten Handlungsfeldern zum Einsatz. Die Operationalisierung der Handlungsziele erfolgt auf Ebene der Teilprojekte anhand von deren Umsetzungszielen, aus denen wiederum konkrete Aktivitäten und Maßnahmen abgeleitet werden. Anhand dieser Zielanalyse erfolgt eine qualitative Abschätzung des von den Teilprojekten geleisteten Beitrags zur Erfüllung der Ziele auf Gesamtprojektebene Entwicklungsstrategien Teilprojektziel |
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