| 2006/2007
Leitgedanken und Ziele
Das Leitbild des Regionalmanagements der Modellregion
Hohenlohe mit Partnerregion Heilbronn lautet
"Ideen umsetzen und gemeinsam durch Vernetzung und Kooperationen
die Region voranbringen."
Dieses Leitbild soll sich in der Stärkung der Region und in den Handlungsfeldern
wieder finden und die Prinzipien Vernetzung, Kooperation, Bündelung
und Zusammenarbeit Anwendung finden.
Die Ziele konzentrieren sich in den Jahren 2006 und 2007 auf das Kernfeld
Freizeit- und Bildungsmarkt und die beiden Handlungsfelder Regionalvermarktung
und Energiemarkt.
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Regionale Entwicklungsstrategie
– So erreichen wir unsere Ziele:
Zur Weiterentwicklung der Region wird auf die bestehenden
Partnerschaften aufgebaut. Zahlreiche Projekte der Phase 1 von REGIONEN
AKTIV konnten erfolgreich umgesetzt werden. Hieraus haben sich zahlreiche
Vernetzungen und Partnerschaften ergeben. Für die Akteure in der
Modellregion sollen Wertschöpfungsvorteile ausgebaut werden. Ziel
ist es daher zum einen Qualitätssicherung und -verbesserung der vorhandenen
Produkte, Angebote und Projekte zu betreiben. Auf der anderen Seite sollen
neue Konzepte und neue Produkte entstehen. Die marktorientierten Maßnehmen
werden ergänzt durch Beratung und Qualifizierung auf allen Ebenen
der Wertschöpfungskette. Die Zielerreichung wird durch das Regionalmanagement
koordiniert und evaluiert.
Das Regionalmanagement hat im Einzelnen folgende
Aufgaben:
Das Team des Managements sieht sich als treibende
Kraft und Promotor für die ländliche Entwicklung in der Region.
Alle Aufgaben, die zur Initiierung, Organisation und Umsetzungsbegleitung
der ländlichen Entwicklungsprozesse erforderlich sind, werden vom
Management wahrgenommen. Hierzu zählen im Einzelnen:
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Information, Beratung und Aktivierung der Akteure in
der Region |
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die Identifizierung und Erschließung regionaler
Entwicklungspotenziale im ländlichen Raum und ihrer Verbindung
zur Stadt |
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die Identifizierung und Beförderung zielgerichteter
Projekte |
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Leitung und Moderation von Workshops, Arbeitsgruppen,
Teams und
Qualifizierungen
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Organisation, Durchführung und Nacharbeitung von
Sitzungen der Partnerschaft und der Vorstandschaft |
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Öffentlichkeitsarbeit |
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förderrechtliche konzeptionelle und wirtschaftliche
Prüfung von Förderanträgen |
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Monitoring und Controlling der Projekte |
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Evaluierung der Projekte und des Gesamtprozesses. |
Das Ziel des Managements ist es aber nicht, diese zentralen Aufgaben
im Alleingang zu erledigen. Die Philosophie des Managements lautet:
- Bottom up: der Prozess wird von unten gemeinsam mit
den Bürgern und Bürgerinnen mit möglichst vielen Bevölkerungsgruppen
entwickelt
- Kooperativ: Perspektiven für die Zukunft können
nur kooperativ mit neuen Partnerschaften und Netzwerken erarbeitet werden
- Integriert: Lebensqualität in den ländlichen
Räumen muss ganzheitlich
betrachtet werden
- Umsetzungsorientiert: Planungsprozesse dürfen
nicht als Papiertiger
enden, sondern brauchen zeitnah greifbare Projekte.
Das Management fungiert als wichtiger Schlüssel dafür, dass in
der Region Kooperationen entstehen, die zu den gewünschten Wirkungen
führen. Es übernimmt somit eine Kommunikations- und Kooperationsaufgabe.
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Handlungsfelder für
die Jahre 2006 und 2007
Die Modellregion Hohenlohe hat sich in Phase 1 von
REGIONEN AKTIV zum Ziel gesetzt, über den regionalen Produkt-, Energie-
und Freizeitmarkt einen intensiven Dialog zwischen Erzeugern und Verbrauchern
sowie zwischen den Menschen im ländlichen Raum und im Verdichtungsraum
entstehen zu lassen. Das Regionale Entwicklungskonzept vom Januar 2002
enthielt fünf marktorientierte Handlungsfelder: Energiemarkt, Freizeit-
und Bildungsmarkt, umweltgerechte Landwirtschaft, ökologischer Landbau
und Regionalvermarktung.
In Phase 2 von REGIONEN AKTIV wird sich die Modellregion auf drei Handlungsfelder
konzentrieren:
- Handlungsfeld Freizeit- und Bildungsmarkt als Kernthema
- Handlungsfeld Stärkung der Vermarktung regionaler, umweltgerecht
bzw. ökologisch erzeugter Lebensmittel - Regionalvermarktung
- Handlungsfeld Energiemarkt
REGIONEN AKTIV-Fördermittel können nur noch in das Handlungsfeld
Freizeit- und Bildungsmarkt/Agrartourismus fließen
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Kernthema Agrartourismus
/ Freizeit- und Bildungsmarkt
Neben der Vermarktung regionaler Erzeugnisse ist die
touristische Dienstleistung eine wichtige Einkommensquelle für landwirtschaftliche
Betriebe in der Region. Hohenlohe aktiv unterstützte in Phase 1 von
REGIONEN AKTIV ländliche und naturverträgliche Aktivurlaubs-
und Freizeitangebote. Die Bevölkerung insbesondere Kinder und Jugendliche
wurden für die Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft, Natur und
Erholung sensibilisiert.
Zu den Schlüsselprojekten zählen die Kleine Schweineschule,
das Klassenzimmer Bauernhof, Landleben live und der landwirtschaftliche
Erlebnisweg in Brackenheim. Alle vier Projekte fördern das Verständnis
zwischen Landwirtschaft und Konsumenten und zielen auf die Kinder und
Jugendlichen als künftige Verbraucher. Landwirtschaft wird für
Kinder und Jugendliche erlebbar gemacht, sie erhalten Einblick in den
Alltag einer Bauernfamilie und erkennen die Zusammenhänge in der
Nahrungsmittelkette.
Auch Projekte wie der Botanischen Obstgarten in Heilbronn, das Entwicklungskonzept
"Naturwellness auf dem Bauernhof", die RoadShow, das Online-Buchungssystem
Hohenlohe, die ServiceAgentur, das Tourismuskonzept Kulturlandschaft Bühlertal
und das Projekt "Landwirtschaft am Kocher-Jagst Radweg erleben"
sowie der Katalog "Agrartourismus und Gruppenreisen" belegen
die Bedeutung dieses Handlungsfeldes für die Region.
Die Erfahrung der vergangenen vier Jahre hat gezeigt, dass erfolgreiche
Tourismusprojekte einer marktgerechten Produktentwicklung folgen. Vorhandene
Anbieterstrukturen sollten gezielt gebündelt, vermarktet und auf
die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sein. Dem Gast soll nicht nur
ein Infrastrukturangebot, sondern ein Dienstleistungspaket mit Verpflegung,
Unterbringung, Mobilität etc. angeboten werden. Aber auch ein professionelles
Kommunikationskonzept mit den entsprechenden Marketingaktionen und einer
offensiven Vertriebspolitik sind Bestandteil einer marktgerechten, touristischen
Produktentwicklung.
In der Region sind bereits touristische Infrastrukturen vorhanden. Durch
REGIONEN AKTIV wurde ein Impuls im naturverträglichen Agrartourismus
geschaffen, der durch eine weitere Förderung fortgeführt und
ausgebaut werden soll.
Oberziel im Bereich Agrartourismus ist es, ländliche und naturverträgliche
Aktivurlaubs- und Freizeitangebote zu schaffen. Die Leistungen der Landnutzer
für die Offenhaltung der Landschaft und den Naturschutz sollen erlebnisorientiert
vermittelt werden. Die Bevölkerung, insbesondere in den Verdichtungsgebieten,
wird für die Wechselwirkung zwischen Landwirtschaft, Natur und Erholung
sensibilisiert – positive Rückkoppelungen für die Vermarktung
regionaler Erzeugnisse entstehen.
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Stärkung der Vermarktung
regionaler, umweltgerecht oder ökologisch erzeugter Lebensmittel
- Regionalvermarktung
Mit den Projekten Erzeugerschlachthof Schwäbisch Hall der Bäuerlichen
Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, dem Ferkelverteilzentrum der
Unabhängigen Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel Hohenlohe-Franken
und dem Öko-Regio Markt in Neckarsulm konnten in Phase 1 von REGIONEN
AKTIV bedeutende und impulsgebende Projekte in der Regionalvermarktung
geschaffen werden.
Weitere Projekte wie die Getreidemühle der OBEG, der Versuchsanbau
von Tafeltrauben und eine Studie zur Regionalvermarktung belegen die Aktivitäten
der Region in diesem Handlungsfeld. Mit insgesamt 2 Mio. € hat die
Region den Großteil der Fördermittel in die Verbesserung der
Regionalvermarktung investiert und damit einen starken Impuls gegeben.
Die Regionale Partnerschaft möchte in diesem Bereich weiterhin tätig
sein, um den begonnenen Weg fortzuführen und auszubauen. Fördermittel
aus REGIONEN AKTIV dürfen in dieses Handlungsfeld nicht mehr fließen.
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Handlungsfeld Energiemarkt
Die Veranstaltungsreihe "Nachhaltige Energienutzung",
die Energieagentur Landwirtschaft und das Projekt "pro Bio- und Solarenergie"
sind die Schlüsselprojekte in diesem Handlungsfeld. Aufgrund der
zahlreichen Fachförderungen in diesem Bereich und den ausgelösten
Boom durch das Erneuerbare Energiengesetz ist die Region im Aufbruch zur
"Energieregion". Da die Fachförderungen hauptsächlich
im investiven Bereich liegen, will die Region die Beratungs- und Dienstleistungsangebote
in diesem Handlungsfeld weiterführen. Damit soll eine Fortsetzung
der positiven Entwicklung unterstützt werden. Projektmittel aus REGIONEN
AKTIV dürfen in dieses Handlungsfeld nicht mehr fließen.
Die beiden Handlungsfelder ökologischer Landbau und umweltgerechte
Landwirtschaft werden aufgrund des geringen Umsetzungsstands nicht weiterverfolgt.
Es hat sich gezeigt, dass Fachprogramme genutzt werden können und
REGIONEN AKTIV in diesem Bereich nicht vorrangig ist.
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Projektförderung
Die Kriterien der Projektauswahl werden wie folgt gegliedert:
- Übereinstimmung von Teilprojektzielen mit den Ausschreibungszielen
des BMVEL
- Zuordnung der Teilprojekte zur regionalen Entwicklungsstrategie von
„Hohenlohe aktiv“
- Zuordnung des Teilprojekte zum Kernthema Agrartourismus
- Beurteilung der Teilprojektziele hinsichtlich der Kriterien der Nachhaltigkeit
- Prüfung des Fördertatbestands unter Berücksichtigung
der EU-Notifizierung.
Im Besonderen die Prüfung des Fördertatbestandes soll sicherstellen,
dass die finanziellen Mittel effektiv und effizient verwendet werden.
Dabei gelten die folgenden Auswahlkriterien:
- Gibt es eine EU-notifizierte Richtlinie für den Fördertatbestand
auf Landes-, auf Bundes- bzw. EU-Ebene (z.B. AEP im Rahmen der GAK)?
- Wie hoch ist die Förderung und stehen ausreichend Gelder zur
Verfügung?
- Wenn keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, es aber
eine Richtlinie gibt: Kann die Richtlinie als Grundlage des Projektantrages
herangezogen werden?
- Wenn keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, es aber
eine Richtlinie gibt: Kann die Richtlinie als Grundlage des Projektantrages
herangezogen werden?
- Gibt es keine Richtlinie, die auf den Fördertatbestand zutrifft,
gilt die De-minimis-Regel. Dabei gilt ein Förderhöchstsatz
von 100.000 € je Begünstigtem.
- Im Rahmen konzeptioneller bzw. nicht-investiver Maßnahmen ist
die Förderung aus Gründen der Übertragbarkeit auf 50
% der förderfähigen Kosten beschränkt.
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Wirkungsabschätzung
und Controlling
Die Überprüfung der Zielerreichung erfolgt
nach den Vorgaben des Regionskonzepts und dessen Meilensteine bzw. zeitlichen
Vorgaben. Das Konzept bewirkt, dass Veränderungen und Defizite des
Regionalmanagements erkannt werden und zeitnah reagiert werden kann. Mit
den erforderlichen Veränderungen/Anpassungen wird flexibel und kreativ
umgegangen.
Für die Überprüfung der Zielerreichung im Bereich der Projekte
werden verschiedene Statistiken herangezogen. Die Überprüfung
der Wertschöpfung der Region kann mittels Befragungen und Fragebögen
ergänzt werden. Die Projektträger werden in bewährter Weise
nach Abschluss ihres Projektträgers entsprechende Daten mittels des
Abschlussberichtes und des Projektbegleitungsbogens liefern.
Folgende Erfolgsindikatoren werden zur Überprüfung
herangezogen:
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Geschaffene und erhaltene Arbeitsplätze |
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Umsatzwachstum in der Wertschöpfungskette |
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Direkt in der Wertschöpfungskette ausgelöste
Investitionen |
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Stärkung des regionalen Vernetzung im Bereich Agrartourismus |
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Weiterer Ausbau der Wertschöpfungskette durch neue Projekte
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Erhöhung der Zahlen bei den Ankünften und Übernachtungen,
Besucherzahlen |
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Erhöhung der Buchungen, Anzahl der Gäste |
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beantragte, bewilligte und abgerufene öffentliche Fördermittel |
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Teilnehmertage an Fortbildungen und Veranstaltungen |
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positive Auswirkungen auf die beiden anderen Wertschöpfungsketten
Regionalvermarktung und Energie |
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Resonanz in der Öffentlichkeit und den Medien |
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